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Informationen

Arches

Nationalpark , Utah

 

 

 Lage:  im südöstl. Bereich des Bundesstaates Utah;  Unterkunftsmöglichkeiten nur im nahe gelegenen Ort Moab.

Gegründet 12 November 1971,    313 Quadratkilometer

Der Park besitzt über 950 natürliche Steinbogen - die größte Sammlung dieser Art auf der Welt. Doch angesichts der majestätischen Landschaft sind Zahlen nicht entscheidend: Überall erblickt man Felsenbögen, riesige Pilzfelsen, Felstürme, Zinnen und Kuppeln aus glattem Slickrock, die in den Himmel ragen.

Hoch über dem Colorado River bildet der Park einen Teil der weitläufigen Canyonlands von Süd-Utah, die seit Millionen Jahren durch Erosion und Verwitterung entstehen. Die meisten Felsbildungen in Arches sind aus weichem. rotem Sandstein, der vor 150 Millionen Jahren in einer weiten Wüste abgelagert wurde. Als sich darunter Salz löste, brach der Sandstein ein und verwitterte zu einem Labyrinth schmaler, senkrechter Felsgrate ( fins ). Teile dieser dünnen Mauern brachen schließlich durch, und die merkwürdigen Gebilde entstanden.

Die Landschaft scheint unzerstörbar, ja ewig, doch der Schein trügt. Über 0.5 Million Besucher pro Jahr können sehr wohl das sensible Ökosystem der Hochwüste gefährden. So bereitet die dunkle aus Sporenpflanzen wie Algen, Pilzen und Flechten gebildete Bodenkruste Sorgen, die sich über den Sand des Parks ausbreitet. Fußspuren können sich hier jahrelang halten - das aride Klima konserviert sie.

Gut erhaltene Felszeichnungen belegen, dass hier Indianer gelebt haben. Darstellungen von Reitern weisen sie historischen Zeiten zu, nämlich der Epoche nach Einführung des Pferdes im Südwesten durch die Spanier.

Anreise

Von Moab sind es 5 Meilen nordwärts auf US 191 bis zum Parkeingang. Die I70 verlässt man bei Crescent Junction und folgt Utah Hwy 191 südwärts, 25 Meilen bis zum Eingang. Flughafen: Grand Junction, Co., ca. 120 Meilen.

Reisezeit

Ganzjährig geöffneter Park, doch Frühjahr und Herbst sind die besten Jahreszeiten; gemäßigte Temperaturen sind ideal für Wanderungen in der Hochwüste. Die Sommer sind heiß, die Winter mild. Blumen blühen im April und Mai.

 Reiseempfehlungen:

Auf dem Arches Scenic Drive wenigstens bis The Windows Section fahren und Zeit nehmen für eine Wanderung! Im Frühjahr oder Sommer kann man sich - falls schwindelfrei - einer zweistündigen Rangerführung durch Fiery Furnace anschließen. Das ist zwar anstrengend, doch wird man durch Schatten mitten in der Sommerglut entschädigt.

 Arches Scenic Drive

eine Tour 18 Meilen;   ein halber bis ganzer Tag 

Die Panoramastraße führt vom Grunde des Moab Canyon durchs Herz des Parks zum Devils Garden, Nebenstrecken zur The Windows Section und Wolfe Ranch zweigen ab. Man kann die schönsten Sehenswürdigkeiten des Parks von vielen Haltepunkten aus in Ruhe betrachten.

Vom Visitor Center steigt die Straße in Kehren an der Wand des Canyons nach oben. Halten Sie nach 2 Meilen am South Park Avenue Trailhead, denn hier liegt der Canyon frei zwischen Sandsteinwolkenkratzern vor Ihnen. Gehen Sie bequeme 0.7 Meilen zu den Courthouse Towers hinunter, wenn Sie den 100-m-Anstieg zurück nicht scheuen (oder Sie lassen sich unten abholen). Hier wird an Felsbeispielen lehrreich demonstriert, wie Steinbögen entstehen und vergehen.

Als nächstes empfängt Sie die schöne, glatte Weite der Petrified Dunes. Während Sie an den Buckeln steingewordener Dünen vorbeifahren, tauchen in der Ferne - fast 4000 m hoch - die La Sal Mountains auf. Halten Sie am Balanced Rock, diesem merkwürdig geformten, 39 m hohen Felsturm, den Sie auf einem 0.3 Meilen-Pfad umrunden können. Edward Abbey hat sein klassisches Desert Solitaire hier konzipiert. Biegen Sie dann in die Asphaltstraße nach The Windows ein.

Die Straße führt an den Zinnen und Monolithen des Garden of Eden vorbei und endet schließlich vor einer Wand aus Sandstein, die von mehreren Bögen durchbrochen ist. Kurze Pfade führen näher an diese kolossalen Torbögen heran. Auf dem 0.3 Meilen langen Weg zum South Window das sich 32 m weit spannt, bieten sich gute Ausblicke auf North Window und Turret Arch. Auch der eindrucksvolle Double Arch liegt nur einige hundert Meter weit entfernt.

Von der Hauptstraße biegt eine planierte Piste zur historischen Wolfe Ranch (1.8 Meilen) und weiter zum Delicate Arch Viewpoint (l.2 Meilen) ab (für Anhänger gesperrt). Der Blick von fern auf Delicate Arch enttäuscht; daher empfiehlt sich eine Fußwanderung von der Wolfe Cabin zu diesem Bogen (wenn Sie 2 Stunden Zeit und die nötige Kondition haben). Dies ist dank der herrlichen Ausblicke eine der schönsten Wanderungen in den Canyon-lands.

Der Weg zum Delicate Arch überwindet 150 m Höhenunterschied und führt 1.5 Meilen über Slickrock der glatt und gebogen ist wie der Rücken eines Wals. Am Wege wachsen Wacholderbäume aus so schmalen Felsspalten, dass  man meint, der Stamm stecke im nackten Fels. Achten Sie auf die Steinhaufen, die den Weg markieren - man kann sie leicht verfehlen. Der Bogen taucht plötzlich am Rande einer Senke auf und rahmt weißbemützte Berge - ein phantastischer Eindruck am Ende des Weges.

Verzichten Sie auf Salt Valley Overlook, aber halten Sie am Fiery Furnace, jenen dicht gestaffelten roten "Finnen", die Feuer zu fangen scheinen, wenn die Sonne im Westen versinkt. Hier steht die Welt auf dem Kopf - bizarre Brocken, Felstürme und 60 m hohe Steinplatten. Leicht kann man sich in diesem Labyrinth tiefer Kerben und schmaler Passagen ohne Ausgang verirren. Deshalb ist es ratsam, sich einer zweistündigen Führung durch einen Ranger anzuschließen.

Ein kurzer Spaziergang von wenigen hundert Metern führt in den kühlenden Schatten des Sand Dune Arch, der von zwei Felsgraten beschirmt wird; Broken Arch wäre für einen späteren Besuch gut. Nach kurzer Fahrt rückt Skyline Arch ins Blickfeld. Dort brach 1940 eine große Steinmasse aus dem Bogen, wodurch sich die Öffnung um das Doppelte (14 m x 21 m) erweiterte.

Die Straße endet am Devils Garden Campground, vor Devils Garden Trailhead. Der Devil Garden Trail führt zu sieben der bekanntesten Steinbögen. jeder mit eigenem Profil. Der Weg ist 2.25 Meilen lang und dauert ca. 5 Stunden (hin und zurück). Gehen Sie mindestens die knappe Meile bis zum Landscape Arch. Hier scheint ein dünnes Felsband, das sich in einem zarten Bogen von 92 m über eine steile Düne spannt, der Schwerkraft zu trotzen. Es ist einer der längsten frei-schwebenden Naturbögen der Welt. Treten Sie hinter den Bogen zurück und schauen Sie auf das in Stein gerahmte Panorama einer Wüste von glatt-geschliffenem Stein.

Wenn Sie den Weg am frühen Morgen gehen, achten Sie auf die weißen Blüten der Nachtkerze. Wenn die Sonne steigt, welkt sie, und ihre Blüten färben sich rosa. Ein etwas rauher Pfad führt nach Landscape Arch noch 1.25 Meilen weiter zum Double O Arch, wo ein Rundbogen von 50 m Durchmesser über einer kleineren Öffnung schwebt. Noch 0.5 Meilen weiter folgt der Felsenturm des Dark Angel.

Big Horn Lodge **/***
zentrale Lage im Ort an der Main Street. Swimmingpool. 60 Zimmer mit Bad/WC, TV, Telefon, Klimaanlage
Ramada Inn Moab ***
zentrale Lage in Moab, Swimmingpool, Fitnessraum, 84 Zimmer mit Bad/WC, TV, Telefon, Klimaanlage;
Hotelparkplatz kostenlos
  
 Moab Valley Inn **/***
zentrale Lage im Ort , Swimmingpool, Hallenbad,  Restaurant nebenan. 126 Zimmer mit bad/WC, TV, Telefon, Klimaanlage, Kaffeezubereiter
Red Cliffs Lodge ****
14 Meilen von Moab wunderschön oberhalb des Colorado Rivers gelegen. 
Restaurant, Swimmingpool, Tennis.
80 Zimmer  mit Bad/WC, TV, Telefon, Klimaanlage, 
14.11.2011
Nationalpark-Karte

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